Rhoden in Waldeck
 

„Hei, Maus, ich ruf mal kräftig „Mau“       

statt Handball-Anpfiff und „Helau“.

Ich höre, du warst lang malade,

bist nicht mehr auf der Promenade?“

„Doch Katz, das muss ich dementieren

ich kann schon wieder gut marschieren

um hier im Ort in vielen Ecken

frischfröhlich meine Nas’ zu stecken.

Im Lehrbetrieb wird jetzt geschwitzt,

(den jetzt Herr Kannenberg besitzt.)

Dort kommt man hin, wenn kriminell

und steht dort unter Kuratel.

Man wird dort mit Knockaut behandelt:

Spitzbuben werden umgewandelt,

Man sah’s im Fernseh-Langweiler,

(´s wird sicher noch ein 50-Teiler!)

Obwohl: die Stadt müsst sich bescheiden

die „Klippen“ endlich freizuschneiden,

denn so ein Geotop-Juwel

das muss man fördern, meiner Seel!

Besucher würden nach dem Kaufen

sich dort die Füße müde laufen.

Und unsre Stadt würd jubilieren,

die Kneipen würden dann florieren!“

Wo Richtung Wrexen Kühe weiden

dort wollt` demnächst man uns bekleiden!

Dort sollt` ersteh`n ein F O C

zum Einkauf für die Hautevolee.

Doch leider hat man´s uns verpatzt:

die Seifenblase ist geplatzt!

Was bietet denn auch unsre Stadt

was niemand sonst zu bieten hat?

Eine kleine Maus, entstanden bei der WoodArt-Veranstaltung im Herbst 2003, kommentiert Rhoder Ereignisse.




Gezeichnet wurden die ersten fünf  Comics von Albert Völkl aus Trendelburg (OT Deisel), zur Zeit ist Alexander Königs vom PANORAMA-ATELIER KöNIGS aus Paderborn unser Karikaturist.


Seit 2012 zeichnet Susanne Manke.

Rööske Mous

Folge 2: Rhoden hat endlich eine Umgehungsstraße - alles ist gut!?

Hier stellt sich vor ´ne graue Maus,

in Rhoden kennt sie gut sich aus.

Und oben auf dem Kirchenplatz

erzählt sie manches "ihrer" Katz´.


"So war er früher doch recht schwer,

der Seitenwechsel - da Verkehr!

Es rasten hier, es rasten da

die Autos schnell aus HaeSKa.


Doch jetzt herrscht Ruhe dank Umgehung,

der Motor hat nicht viel Umdrehung.

Doch abends, da wird´s öfters knapp:

Man fuhr mir fast die Schwanzspitz´ab!


Mit grünen Augen guckst du, Katz!

Stell sie auf rot und mach ´nen Satz!

Mir scheint, dass viele Raser eben

nicht nur im Sauerlande leben!"

WOODART in Rhoden, ein Erleben

mit lieben Gästen, groß und klein.

Und als der Abend neigt sich eben,

gab´s Puppenspiel im Kerzenschein.


Im Schloss bewegten sich die Schatten

der "Röösken Mous" und einer Katz.

Und die das Spiel gesehen hatten,

die wissen schon vom kleinen Fratz!


Die Maus ist klein und spitz die Nase

und spitz der Zahn, der manchmal nagt,

und spitz das Wort,- sie heißt nicht Hase,

auch wenn man´s manchmal lieber mag.


Drum soll an dieser Stell´ erscheinen

die kleine Maus (sie spricht nicht Platt),

und kritisch schreibt sie auf in Reimen,

was Rhoden so zu bieten hat.

Folge 3: Erste Sparmaßnahmen im Haushalt

"Ach, weißt du Katz, es hat in Wrexen

getagt das ´Forum Diemelstadt´,

wahrscheinlich wollte man nur schwätzen,

doch später waren manche platt.


Es sprach der Bürgermeister Emde

im Haus des Gastes wunderbar:

Der Haushalt mache eine Wende,

denn diesmal würd´s ein armes Jahr!


Er nannte auch die Deckungslücken:

Di KiGas und den "Jugendknecht",

vor´m Sparen will er sich nicht drücken,

doch - Streichen, das ist keinem recht!


Ich bin mir doch genau im Klaren:

(als Mäuschen weiß ich das genau),

man darf nicht bei den Kindern sparen,

sonst macht die Jugend dann Radau!"

Folge 4: In Rhoden gab es viele Bäckerein

Die Katz´vom Kirchplatz fragt entsetzt:

"Du bist so dürr und abgehetzt,

mir scheint, du nagst am Hungertuche

und bist heut´ständig auf der Suche?"


"Ach,- meine Nahrung zu bestreiten,

da hatt´ich auch schon bess´re Zeiten.

Sechs Bäcker gab es hier am Ort,

jetzt gibt es fast nur Brotimport.


Zwar kann man schön im Café sitzen,

doch mehr kann ich dort nicht stibitzen!

Nur ab und zu, da werd´ ich kecker

und flitz´zu uns´rem einz´gen Bäcker:


In Töllners warmer Bäckerstub´,

da trifft mich sehr schnell Helmuts Wut,

das ich erschein´. Er wird mich scheuchen

und hungrig muss ich schnell entfleuchen!"

Folge 5: Die Mittelpunktschule bekommt durch Gesetzesänderungen Probleme

Katz´, wie war es so gemütlich

in der Schule,- still und friedlich,

wenn die Kinder lernten immer

fleißig in dem Klassenzimmer.


Jetzt kommt die "Wölfin" uns daher

und scheucht die Kinder kreuz und quer

in die Riesen-Lernanstalten,

wo das Chaos wird bald walten!


Pöbeln, prügeln, lernt man bald,

gehören hier zum Selbsterhalt.

Und der Nachwuchs merkt ganz rasch,

was bei ihm bewirkt das "Hasch!"


Kätzchen, fang nicht an zu schnurren!

Frau Wolff, die ist jetzt anzuknurren:

"Halt´dich aus uns´rer Schule raus,

das rät dir gut die Rhoder Maus!"

Folge 6: Die Auffahrt auf die Umgehungsstraße am Wrexer Teich ist unübersichtlich

"Nanu, wo ist denn meine Maus?

Sie wollte doch nach Wrexen raus!

Vom besten Weg nach dort berichten,

doch nun muss ich ja wohl verzichten."


"Hech, hech, du Katz´, da bin ich wieder

und strecke meine müden Glieder.

Ich habe schon ganz wunde Pfoten,

die kurzen Wege - war´n verboten!


Dann dacht´ich: Gut, - gesetzestreu-

nehm ich die Brücke, weil sie neu.

Von oben sieht man viel Verkehr,

doch unten links dann gar nichts mehr.


Ach hätt´der Bagger doch geschoben

zehn Meter noch, ´s wär´frei wie oben!

Doch dieses wird wohl erst gemacht,

wenn´s unten dann mal richtig kracht!

Folge 7: Umbau und Renovierung des Stern´schen Hauses zum Ärztehaus

"Wer hämmert da so laut, du Maus?"

"Die Zimmerleut´am Stern´schen Haus!

Am Holze nagt der Zahn der Zeit,

jetzt geht man´s an, es ist soweit


Am Balken über´m Deelentor

sticht eine rote Schrift hervor,

die keiner  hier recht lesen kann,

hebräisch nennt die Zeichen man.


In dem Gemäuer schuftet hart

nicht etwa Doktor Eisenbart.

Nein, - Martin und der Christian

woll´n heilen dort Patienten dann.


Bin zwar gesund, mir geht es gut

und stets vor Tücken auf der Hut,

denn wäre ich mal aus der Reihe,

dann kümmern sich die Brüder Leyhe!"

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